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  • 1Nickel, das, der; Ni
    1. silbrig-golden glänzendes Metall mit der chemischen Ordnungszahl 28

  • 2Nickel, der
    1. [salopp, scherzhaft] eigensinniges, mutwilliges Kind

  • 3Nickel, der
    1. [veraltet, umgangssprachlich]

Nickel, das oder der

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GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nickels · wird nur im Singular verwendet
Nebenformen selten, veraltet Nickel · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nickels · wird nur im Singular verwendet
Symbol Ni
Aussprache  [ˈnɪkl̩] [ˈnɪkl̩]
Worttrennung Ni | ckel
Wortbildung  mit ›Nickel‹/›Ni‹ als Erstglied: Nickelbeschlag · nickelbeschlagen · Nickelbrille · Nickelerz · Nickelgeld · Nickelhahn · Nickelhochzeit · Nickelkanne · Nickelmünze · Nickelstahl · Nickelvitriol
 ·  mit ›Nickel‹/›Ni‹ als Letztglied: vernickeln  ·  mit ›Nickel‹/›Ni‹ als Binnenglied: Chromnickelstahl

Bedeutung

eWDG , DWDS
eWDG , DWDS
silbrig-golden glänzendes Metall mit der chemischen Ordnungszahl 28
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: Nickel fördern, abbauen, enthalten, freisetzen
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Weltproduktion, Gewinnung, Verwendung, die Produzenten, der Abbau von Nickel; die Vorkommen von, an Nickel; der Grenzwert für Nickel
in Koordination: Nickel und Kobalt, Mangan, Kupfer, Zink, Zinn, Chrom, Palladium, Blei, Molybdän
als Aktivsubjekt: Nickel verteuert sich
in vergleichender Wort-/Nominalgruppe: Industriemetalle, Basismetalle, Rohstoffe wie Nickel
als Passivsubjekt: Nickel wird abgebaut
Beispiele:
Gefäße aus NickeleWDG, 1974
eine Legierung aus Kupfer und NickeleWDG, 1974
Kupfer, Nickel, Zinn, Gold, Silber, Platinmetalle, Zink, Blei, Selen und Tellur – in einem Smartphone stecken jede Menge unterschiedliche Metalle. [Hamburger Abendblatt, 31.12.2025]
Indonesien hatte den Export rohen Nickels in den vergangenen Jahren […] beschränkt, um den Aufbau einer verarbeitenden Industrie im eigenen Land zu erzwingen. [Frankfurter Rundschau, 24.09.2025]
Natürlich vorkommendes Cadmium – ein krebserregendes Schwermetall – fand sich in allen Haferflocken, ebenso das allergieauslösende Nickel. [Oberösterreichische Nachrichten, 25.11.2020]
Nickel (Ni) gehört im Sprachgebrauch der LME (= London Metal Exchange, Börse für Metalle), wo es seit 1979 hauptsächlich gehandelt wird (zusammen mit Blei, Zink und Zinn) zu den sogenannten kleinen Metallen mit vergleichsweise geringem Umsatz. [Neue Zürcher Zeitung, 14.06.2008]
Es gab da Gegenstände aus allen Stoffen: aus Porzellan, aus Nickel, aus Silber, aus Gold, aus Holz, Seide und Tuch. [Mann, Thomas: Buddenbrooks. Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 538]
[…] wie jedes Hybridauto hat auch der Toyota Prius eine Batterie, welche zu einem grossen Teil aus Nickel besteht. Dieser Nickel ist es, der ein zum Klimaretter verherrlichtes Auto zur Dreckschleuder werden lässt. Der Nickel wird in einer Mine in Kanada abgebaut, was ein sehr dreckiges Geschäft ist. Danach wird der Nickel auf ein Schiff geladen, nach Wales, England, gebracht und dort raffiniert. [Der Bund, 13.01.2009] ungewöhnl. Genus

Zum Originalartikel des eWDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
1Nickel · 2Nickel
1Nickel m. der Eigenname, gekürzt aus Nikolaus (15. Jh.), wird zum Scheltwort ‘Taugenichts, mutwilliger, eigensinniger Mensch’ (16. Jh., auch in der Gegenüberstellung die großen Hansen und kleinen Nickel), ‘eigenwilliges oder leichtfertiges Mädchen’ und ‘kleines, schlechtes Pferd’ (17. Jh.). Auf die aus Nikolaus entstandene Verwendung des Namens für Geringgeschätztes und Minderwertiges geht auch 2Nickel n. (m.) als Bezeichnung für ein silbrig glänzendes Metall zurück, das in die Zusammensetzung Kupfernickel (omd. 1725) für ein kupferrotes (aber kein Kupfer enthaltendes) Erz (Rotnickelkies) eingegangen ist. Bergleute des Erzgebirges haben, ähnlich wie bei Wolfram (s. d.), das vermeintlich unbrauchbare Erz mit einem Scheltwort belegt (s. auch Kobalt). Der schwedische Mineraloge Cronstedt entdeckt darin 1751 das Metall und nennt es 1754 in einer deutschsprachigen Schrift (schwed. kopparnickel, dt. Kupfernickel kürzend) Nickel. Herleitung aus Nickel ‘Kobold, kleiner Mensch’ wird gestützt durch das Genus, das von Adelung (1777), Campe (1809) und weiter im 19. Jh. als Mask. angegeben wird. Das Neutrum setzt sich in Analogie zu anderen Metallbezeichnungen oder nach nlat. niccolum Ende des 19. Jhs. durch.

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Typische Verbindungen zu ›Nickel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nickel‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Nickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nickel#1>.

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Nickel, der

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GrammatikEigenname (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nickels · Nominativ Plural: Nickel
Aussprache  [ˈnɪkl̩]
Worttrennung Ni | ckel
Wortbildung  mit ›Nickel‹ als Erstglied: nickelig / nicklig  ·  mit ›Nickel‹ als Letztglied: Bosnickel · Giftnickel · Lausenickel · Pelznickel / Pelznikel / Belznickel / Belzenickel

Bedeutung

eWDG
eWDG
salopp, scherzhaft eigensinniges, mutwilliges Kind
Beispiele:
so ein kleiner Nickel!
warte nur, du Nickel!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
1Nickel · 2Nickel
1Nickel m. der Eigenname, gekürzt aus Nikolaus (15. Jh.), wird zum Scheltwort ‘Taugenichts, mutwilliger, eigensinniger Mensch’ (16. Jh., auch in der Gegenüberstellung die großen Hansen und kleinen Nickel), ‘eigenwilliges oder leichtfertiges Mädchen’ und ‘kleines, schlechtes Pferd’ (17. Jh.). Auf die aus Nikolaus entstandene Verwendung des Namens für Geringgeschätztes und Minderwertiges geht auch 2Nickel n. (m.) als Bezeichnung für ein silbrig glänzendes Metall zurück, das in die Zusammensetzung Kupfernickel (omd. 1725) für ein kupferrotes (aber kein Kupfer enthaltendes) Erz (Rotnickelkies) eingegangen ist. Bergleute des Erzgebirges haben, ähnlich wie bei Wolfram (s. d.), das vermeintlich unbrauchbare Erz mit einem Scheltwort belegt (s. auch Kobalt). Der schwedische Mineraloge Cronstedt entdeckt darin 1751 das Metall und nennt es 1754 in einer deutschsprachigen Schrift (schwed. kopparnickel, dt. Kupfernickel kürzend) Nickel. Herleitung aus Nickel ‘Kobold, kleiner Mensch’ wird gestützt durch das Genus, das von Adelung (1777), Campe (1809) und weiter im 19. Jh. als Mask. angegeben wird. Das Neutrum setzt sich in Analogie zu anderen Metallbezeichnungen oder nach nlat. niccolum Ende des 19. Jhs. durch.

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Zitationshilfe
„Nickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nickel#2>.

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Nickel, der

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GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nickels · Nominativ Plural: Nickel
Aussprache  [ˈnɪkl̩]
Worttrennung Ni | ckel
Herkunft wohl aus gleichbedeutend nickleengl, ursprungsgleich mit ¹Nickel

Bedeutung

eWDG , DWDS
eWDG , DWDS
veraltet, umgangssprachlich Synonym zu Nickelmünze, Geldstück
Beispiele:
Louis T. Glass und sein Geschäftspartner werfen zum ersten Mal einen Nickel in einen ihrer Musikautomaten. [Basler Zeitung, 20.09.2014] DWDS, 02.02.2026
Zehn oder überhaupt nichts. Ich bin gar nicht verpflichtet, Ihnen auch nur einen Nickel zu geben. [Traven, B.: Das Totenschiff. Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 13]DWDS, 02.02.2026
Er brachte auch immer wieder […] ein paar Nickel für Schnaps und Tabak mit […] [ Hesse1,826]
Unter scherzhaften Reden opferte ein Herr einen Nickel, um sich von dem Automat etwas vororakeln zu lassen. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.02.1906]DWDS, 02.02.2026

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Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Nickel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nickel#3>.

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Worthäufigkeit

selten häufig

Geografische Verteilung

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Verlaufskurve 1600−1999
Verlaufskurve ab 1946

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