Polenzwerder

Die Gemarkung Polenzwerder besteht aus einem ehemaligen Gutshof zwischen Neuehütte und Sandkrug an der L 200, ehemals der B 2. Von dem Gut sind nur noch Ruinen erhalten.
Die Ragöser Mühle befand sich nördlich von Polenzwerder.
Ein preußischer Grenzmeilenstein befindet sich direkt an der Einfahrt zu Polenzwerder.[1]
Die Ragöse fließt unmittelbar nördlich des Gutes vorbei, östlich stauen sich zwei Teiche auf, die früher mal mit Fischzucht bewirtschaftet waren.
Von 1923 bis 1937 war auf dem Gut eine Ziegelei beheimatet, die Kies und Lehm aus den östlich gelegenen Wäldern bezog, das heutige Fettseemoor war früher eine Kiesgrube. Diese versorgte auch das Zisterzienserkloster Chorim und die Köhlerei Neuehütte mit Lehm. Von 1937 bis 1941 befand sich auf Polenzwerder eine jüdische Hachschara[2]. Die Gebäude wurden bis zur Wende noch benutzt, es befand sich ein Aufzuchtsbetrieb für Champignons darin. Seit der Wende sind die Gebäude zunemend verfallen, nur die Granitmauern der Scheunen stehen noch.
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Preußischer Ganzmeilenstein Sandkrug/Polenzwerder, Brandenburg
- ↑ Ziegelei Polenzwerder, Gut Polenzwerder
Koordinaten: 52° 53′ N, 13° 52′ O