Nach Trumps Dekret-AnkÞndigung TikTok in den USA wieder erreichbar
Der Tiktok-Blackout in den USA wÃĪhrte nur kurz: Inzwischen ist die App wieder erreichbar. Hintergrund sind ÃuÃerungen des designierten PrÃĪsidenten Trump. Er will den Betrieb per Dekret ermÃķglichen.
TikTok ist in den USA wieder erreichbar: Die Betreiber der Video-App haben sie nach rund zwÃķlf Stunden wieder eingeschaltet. Zur BegrÞndung verwiesen sie auf die Zusicherung des kÞnftigen PrÃĪsidenten Donald Trump, dass es keine Strafen fÞr US-Dienstleister der Plattform geben werde. Trump wird zwar erst am Montag vereidigt, hatte aber schon vorher angekÞndigt, das in den USA verhÃĪngte Betriebsverbot fÞr die Video-App TikTok per Dekret auszusetzen.
In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb der Republikaner, er werde am ersten Tag seiner PrÃĪsidentschaft ein entsprechendes Papier unterzeichnen. Weiter erklÃĪrte er, er sei dafÞr, dass der vom chinesischen Mutterkonzern Bytedance betriebene Dienst kÞnftig in einem Joint Venture zur HÃĪlfte in US-Besitz sein solle.
Trump hatte zuvor bereits angekÞndigt, TikTok wahrscheinlich einen Aufschub von 90 Tagen zu gewÃĪhren. Die App verwies am Samstagabend in einer Nachricht an ihre Nutzer auf den Republikaner. VorÞbergehend sei TikTok in den USA nicht zu nutzen. GlÞcklicherweise habe Trump signalisiert, mit TikTok an einer LÃķsung arbeiten zu wollen. "Bleibt bitte dran."
Kurzzeitig nicht mehr verfÞgbar
Am Samstagabend (Ortszeit) war die in den USA beliebte App mit 170 Millionen Nutzern offline gegangen. Auch aus App-Stores bei Apple und Google war sie verschwunden. Denn am Sonntag trat ein Gesetz in Kraft, das sich aus Sicherheitsbedenken gegen TikTok wendet: Nach dem im April 2024 in Kraft getretenen Gesetz hÃĪtte das US-GeschÃĪft der App bis zum 19. Januar den Besitzer wechseln mÞssen, sonst sollte sie aus den App-Stores in den USA verbannt werden und Zugang zu Infrastruktur verlieren.
Allerdings hatte nicht nur Trump Nachsicht signalisiert, sondern auch der scheidende PrÃĪsident Joe Biden hatte durchblicken lassen, dass die US-Dienstleister straffrei bleiben sollen. Das WeiÃe Haus teilte mit, man werde die Durchsetzung des Gesetzes Trump Þberlassen. Tiktok - und laut Medienberichten vor allem auch den von Strafen bedrohten Partnern der App - war das jedoch zunÃĪchst offenbar zu wenig; es erfolgte die zeitweise Abschaltung.
Spionageverdacht wegen NÃĪhe zu Peking
Hinter der App steht der chinesische Internetkonzern ByteDance. Das Unternehmen steht allerdings wegen seiner NÃĪhe zur chinesischen Regierung unter Spionageverdacht. Das bislang beispiellose Vorgehen gegen TikTok kÃķnnte das VerhÃĪltnis zwischen den USA und China weiter belasten. Viele US-Amerikaner nutzen die App regelmÃĪÃig - ein kleiner Kreis von Influencern bestreite zum Teil auch seinen Lebensunterhalt mit dort verbreiteten Videos.
Ein kurzfristiger Verkauf des US-GeschÃĪfts von TikTok erscheint unwahrscheinlich. Zwar hatten Medien unlÃĪngst den MilliardÃĪr und Trump-Intimus Elon Musk als KÃĪufer ins GesprÃĪch gebracht. UnabhÃĪngig davon hatte zuvor ein weiterer MilliardÃĪr ein baldiges offizielles Ãbernahme-Angebot in Aussicht gestellt. Vor einiger Zeit hatten Insider der Nachrichtenagentur Reuters allerdings gesagt, dass ByteDance TikTok eher dichtmachen wÞrde als die App zu verkaufen.
China will Verkauf von Algorithmus blockieren
ByteDance wird in den USA parteiÞbergreifend als chinesisches Unternehmen betrachtet. TikTok kontert, ByteDance sei zu knapp 60 Prozent im Besitz westlicher Investoren. Der Firmensitz liege auf den Cayman-Inseln in der Karibik. Allerdings betonen US-Politiker, dass der chinesische GrÞnder dank hÃķherer Stimmrechte bei einem Anteil von rund 20 Prozent die Kontrolle habe und das Hauptquartier von ByteDance in Peking sei, wo man sich dem Einfluss der BehÃķrden nicht entziehen kÃķnne.
Zugleich verwies TikTok in der Klage selbst darauf, dass die chinesische Regierung einen Verkauf der in China entwickelten Empfehlungs-Software als Kern der App blockieren wolle. Der Algorithmus entscheidet, welches Video als NÃĪchstes angezeigt wird und reagiert sehr sensibel unter anderem darauf, wie lange sich Nutzer einen Clip zu einem bestimmten Thema ansehen.