PM PEN Berlin: Thea Dorn fÞr Eva Menasse

Pressemitteilung vom 1. November 2024

Neue Sprecherin Thea Dorn fÞr Eva Menasse

Thea Dorn
Neue PEN-Berlin-Sprecherin Thea Dorn | Foto: Peter Rigaud

Die Autorenvereinigung PEN Berlin hat am Freitag in der UniversitÃĪtsbibliothek Hamburg ihre dritte Mitgliederversammlung in PrÃĪsenz abgehalten. Bei der turnusgemÃĪß Neuwahl wurde der Journalist Deniz YÞcel als Sprecher bestÃĪtigt. Neu als Sprecherin gewÃĪhlt wurde die Schriftstellerin (ÂŧTrostÂŦ) und ZDF-Moderatorin (ÂŧDas Literarische QuartettÂŦ) Thea Dorn. Sie lÃķst damit die Schriftstellerin Eva Menasse ab, die seit GrÞndung der Vereinigung im Juni 2022 dieses Amt innehatte, aber sich nicht mehr zur Wahl stellte. YÞcel und Dorn wurden mit großer Mehrheit gewÃĪhlt.

Im Leitungsgremium des Vereins, dem Board, wurden die Schriftsteller Dana Grigorcea (ZÞrich), Sophie Sumburane (Potsdam) und Joachim Helfer (Berlin), der Dramatiker Konstantin KÞspert (NÞrnberg) und die Übersetzerin Sandra Hetzl (Berlin) bestÃĪtigt. Neu im insgesamt elfkÃķpfigen Board sind der Schriftsteller Tomer Dotan-Dreyfus, die Verlegerin Birgit Schmitz (beide Berlin) der Lyriker Paul-Henri Campbell (Wien) und die Autorin und Juristin Andrea Landfried (Heidelberg).

ÂŧDer PEN Berlin mag eine Sturzgeburt gewesen sein. Dass er keine Trotzgeburt gewesen ist, sondern dem ernsthaften Wunsch entsprungen, eine zeitgemÃĪße, im produktiven Sinne streitbare Autorenvereinigung auf die Beine zu stellen, hat die Arbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre eindrucksvoll gezeigt. Ich habe einen gewaltigen Respekt vor der Aufgabe, die vor mir liegt, ebenso sehr freue ich mich daraufÂŦ, sagte die neue Sprecherin Thea Dorn, die dem PEN Berlin seit der GrÞndung angehÃķrt.

Und Deniz YÞcel ergÃĪnzte: ÂŧIch danke Eva Menasse und allen anderen meiner Kolleginnen und Kollegen im Board fÞr die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre. Als Verein, dem jede Vereinsmeierei suspekt ist, hat der PEN Berlin seit seiner GrÞndung geliefert – als Menschenrechtsorganisation, die verfolgte Autorinnen und Autoren unterstÞtzt, aber auch als Vereinigung fÞr Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt. Diese Arbeit gilt es nun, auf solides Fundament zu stellen.ÂŦ

ÂŧDer PEN Berlin hat es geschafft, in Rekordzeit zu einem kulturpolitisch relevanten Player zu werdenÂŦ, hatte zuvor die ausscheidende Sprecherin Eva Menasse bei der Vorstellung ihres TÃĪtigkeitsberichts gesagt.

Zugleich nahm die Mitgliederversammlung 99 Personen aus verschiedenen publizistischen Genres neu in den Verein auf, darunter die Schriftsteller Martina Hefter, Frank SchÃĪtzing, Caroline Wahl und Hannes Bajohr, die Soziologen Steffen Mau und Heinz Bude, die Journalisten Shila Behjat, John Goetz und Juan Moreno, die Fernseh- bzw. Radiomoderatoren Jo SchÞck und JÃķrg Thadeusz, die Lyriker Christoph Danne, Romina Nikolić und Kinga TÃģth, die Dramatikerin Theresia Walser, die Satirikerin Ella Carina Werner, der Musiker Sebastian Krumbiegel, der Rushdie-Übersetzer Bernhard Robben, der Pionier des Poetry Slams in Deutschland Wolf Hogekamp, der Jurist und Verfassungsblog-GrÞnder Maximilian Steinbeis und der Schauspieler Ulrich Matthes.

Der PEN Berlin wÃĪchst damit auf rund 730 Mitglieder – und ist damit die mitgliederstÃĪrkste Autorenvereinigung im deutschsprachigen Raum. Der Frauenanteil liegt nun bei 49,9% (bei der GrÞndung: 40,4%), das Durchschnittsalter betrÃĪgt 53,6 Jahre (GrÞndung: 53,1).

Ein Resolutionsantrag zum Thema ÂŧgetÃķtete Journalisten in Gaza und im LibanonÂŦ, den rund zwanzig Mitglieder beantragt hatten, wurde nach lÃĪngerer Debatte vertagt. Dorn und YÞcel stellten eigens zu diesem Thema Âŧso bald wie mÃķglichÂŦ eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Aussicht.

An diesem Samstag lÃĪdt der PEN Berlin unter dem Motto ÂŧSo kommen wir weiterÂŦ zu seinem schon traditionellen (und publikumsÃķffentlichen) Kulturkongress ein.

Der diesjÃĪhrige Festredner ist der israelische Schriftsteller Etgar Keret, zu den weiteren GÃĪsten gehÃķren der renommierte bulgarische Politikwissenschaftler Ivan Krastev, der ebenfalls international bekannte irische Kommentator Fintan O‘Toole, die im deutschen Exil lebende ugandische Autorin Stella Nyanzi und der Autor Philipp Ruch (ÂŧZentrum fÞr politische SchÃķnheitÂŦ). Weitere Themen sind: Kulturpolitik in Ostdeutschland unter Druck, die innere Zensur beim Schreiben und als Publikumsdebatte die Frage, ob Verbote ein probates Mittel gegen Rechtsextremismus sind.

Die ErÃķffnungsrede hÃĪlt Eva Menasse, durch den Abend fÞhrt die Journalistin Bascha Mika. Fabrik Altona, Hamburg, ab 14 Uhr.

PEN Berlin. Wir stehen im Wort.

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