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Bernard de Winter

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Bernard de Winter (1950)

Bernard de Winter (* 31. Juli 1924 in Pretoria; † 8. Mai 2017 ebenda) war ein südafrikanischer Botaniker. Ab 1973 war er Direktor des Botanical Research Institute, das später in National Botanical Institute und schließlich in das South African National Biodiversity Institute überging.[1] Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „De Winter“.

Von 1942 bis 1946 studierte de Winter an der Universität Pretoria und erwarb 1947 den akademischen MSc-Grad.[2] Anschließend war er zunächst als Lehrer tätig, bevor er Mitarbeiter des National Herbarium wurde. 1959 wurde er zum Leiter der botanischen Forschung (Officer in Charge of Botanical Survey) ernannt und 1963 zum Assistant Director befördert.[2]

1968 gehörte Bernard de Winter zu den Mitbegründern der South African Association of Botanists.

Zu seinen wichtigsten botanischen Beiträgen zählen Veröffentlichungen über Ebenholzgewächse und Süßgräser, insbesondere über die Gattung Eragrostis.[2]

Seine Sammlung von etwa 9500 Belegen wird in Pretoria aufbewahrt. Duplikate befinden sich unter anderem in den Herbarien der Royal Botanic Gardens, Kew und in Windhoek. De Winter sammelte die Belege zwischen 1947 und 1975 allein oder gemeinsam mit Johan Wilhelm Heinrich Giess, David Spencer Hardy, Otto Albrecht Leistner, Wessel Marais und Hans-Joachim Wiss.[2] Zu seinen wichtigsten Sammelgebieten gehörten Pretoria[2] und die Gebiete nördlich davon bis Messina,[2] der Kruger-Nationalpark,[2] Namibia,[2] die Provinz Nordkap,[2] die Kavango-Region,[2] das Kaokoveld,[2] Botswana,[2] die Matopos[2] und der Caprivizipfel.[2]

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Mayda Doris Henderson und dem Botaniker Donald Joseph Boomer Killick war de Winter an der Veröffentlichung des Buches Sixty-six Transvaal Trees im Jahr 1966 beteiligt.[3] Das Werk erschien anlässlich des Republic Festival Südafrikas.

Dedikationsnamen

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De Winter wird in den wissenschaftlichen Namen mehrerer Taxa geehrt, darunter Kirkia dewinteri, Aloe dewinteri und Silene dewinteri.[4] Die zur Familie der Sesamgewächse gehörende Gattung Dewinteria wurde nach ihm benannt.[5] Die Gattung umfasst die einzige Art Dewinteria petrophila, die im Kaokoveld in Namibia vorkommt.

  • Otto Albrecht Leistner: Obituary: Bernard de Winter (31 July 1924–8 May 2017). Hrsg.: Alicia Grobler. South African National Biodiversity Institute, Pretoria 2018, ISBN 978-1-92822430-3 (sanbi.org [PDF]).
Commons: Bernard de Winter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Pretoria National Botanical Garden. In: Gauteng Tourism Authority. Archiviert vom Original am 15. Dezember 2015; abgerufen am 19. August 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Hugh F. Glen, Gerrit Germishuizen (Hrsg.): Botanical exploration of southern Africa. 2. Aufl., Strelitzia 26, South African National Biodiversity Institute, Pretoria 2010, ISBN 978-1-919976-54-9, S. 146. (auf biodiversitylibrary.org)
  3. B. De Winter, M. De Winter, D. J. B. Killick: Sixty-six Transvaal Trees (= National tree list for South Africa). Botanical Research Institute with the Department of Forestry, 1966.
  4. The Eponym Dictionary of Southern African Plants Plant Names C–F
  5. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Botanischer Garten und Botanisches Museum, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.